Innere Medizin: Pneumologie

Als Lungenfacharzt (Pneumologe) betreuen Sie Patienten mit Atemwegserkrankungen. Sie diagnostizieren und behandeln zum Beispiel Asthma, Bronchitis, COPD (chronische Bronchitis und Lungenemphysem) sowie Lungenentzündungen oder Lungenkrebs. Typische Symptome sind Husten, Atemnot oder Brustschmerzen. Im Arztalltag führen Pneumologen Lungenfunktionstests durch und werten Röntgen- oder CT-Aufnahmen aus. Sie beraten Patienten beispielsweise zur Rauchentwöhnung oder führen Beatmungstherapien durch. Der pneumologische Beruf eignet sich für Ärzte, die sich für Lungengesundheit interessieren und gerne mit Patienten und Hightech-Geräten arbeiten.

Ausbildung und Werdegang zum Pneumologen

Um Pneumologe zu werden, sind folgende Schritte erforderlich:

  • Medizinstudium abschließen: Zunächst ist ein abgeschlossenes Studium der Humanmedizin und die Approbation nötig.

  • Assistenzarzt-Tätigkeit: Danach arbeitet man als Assistenzarzt in der Inneren Medizin (Facharztausbildung für Internisten).

  • Facharztausbildung Pneumologie: Die Weiterbildungszeit für „Innere Medizin und Pneumologie“ dauert in Deutschland insgesamt 72 Monate (6 Jahre). In Österreich umfasst die Pneumologie-Ausbildung ebenfalls 6 Jahre (inkl. Basis- und Spezialisierungszeiten). In der Schweiz dauert die Weiterbildung zum Pneumologen in der Regel ebenfalls etwa 6 Jahre (Kombination aus Innere Medizin und pneumologischer Spezialisierung).

  • Facharztprüfung: Am Ende steht die Facharztprüfung (bzw. in Österreich die Facharztprüfung für Lungenkrankheiten). Nach Bestehen erhält man den Facharzttitel für Pneumologie.

Voraussetzungen: Für diese Karriere braucht man ein starkes Interesse an Biologie und Medizin, Ausdauer (Krankenhauszeiten, Nachtdienste), Einfühlungsvermögen und Teamfähigkeit. Gute Noten im Medizinstudium sind hilfreich, da die Facharztausbildung intensiv ist.

Aufgaben und Arbeitsalltag

Der Alltag eines Pneumologen ist vielseitig. Ein Schwerpunkt liegt auf der Diagnostik. Dazu gehören Lungenfunktionstests, Röntgenaufnahmen und gegebenenfalls CT- oder MRT-Untersuchungen der Brust. Auch Blutuntersuchungen und Allergietests ergänzen die Diagnose. Typische Tätigkeiten sind:

  • Patientengespräche (Anamnese): Patienten berichten über Husten, Atemnot oder Schmerzen.

  • Untersuchungen: Lungenfunktionstest (Spirometrie), EKG, Blutgasanalyse, Röntgen und CT der Lunge.

  • Behandlungen: Verordnung von Medikamenten (z.B. Inhalatoren für Asthma oder COPD) sowie Atemtherapien. Bei schweren Fällen Unterstützung mit Beatmungsgeräten oder Sauerstoff.

  • Stationäre und ambulante Versorgung: Visiten auf der Krankenhausstation, Betreuung von Intensivpatienten, ambulante Sprechstunden in der Lungenfachklinik oder Praxis.

  • Beratung: Anleitung zur Medikamenteneinnahme, Raucherentwöhnung, Lungensport und Reha-Maßnahmen.

Pulmologen arbeiten eng mit Pflegekräften, Physiotherapeuten und Kollegen aus anderen Fachrichtungen (z.B. Kardiologie) zusammen. Auch organisatorische Aufgaben wie Dokumentation und Teilnahme an Besprechungen gehören dazu. In Notfällen (z.B. schwere Lungenkrise) ist schnelle Hilfe gefragt.

Spezialisierungen in der Pneumologie

Neben der Allgemein-Pneumologie gibt es weitere Fachgebiete:

  • Schlafmedizin: Untersuchung und Behandlung von Schlafapnoe und anderen nächtlichen Atemstörungen.

  • Interventionelle Pneumologie: Bronchoskopien (Untersuchung der Bronchien), Lungenspiegelungen, Einsatz von Kathetern und Stents in der Lunge.

  • Kinderpneumologie: Lungenkrankheiten bei Kindern (z.B. Asthma im Kindesalter, Mukoviszidose).

  • Allergologie: Behandlung von allergischem Asthma und Atemwegserkrankungen durch Allergene.

  • Pneumologische Onkologie: Betreuung von Patienten mit Lungenkrebs und Zusammenarbeit mit Onkologen.

  • Intensivmedizin: Zusatzweiterbildung in Beatmungs- und Intensivtherapie für Patienten mit akuten Atemversagen.

  • Pneumologische Rehabilitation: Atemtherapie und Nachsorge nach Lungenerkrankungen und Operationen.

Ärzte können sich nach Facharztabschluss durch entsprechende Kurse oder Zusatzbezeichnungen (z.B. „Schlafmedizin“) weiterqualifizieren. Auch eine Zusatzausbildung in Thoraxchirurgie oder Allergologie ist möglich.

Einsatzorte

Pneumologen arbeiten in vielen Settings: In Krankenhäusern (z.B. auf Lungenstationen oder Intensivstationen), in spezialisierten Lungenkliniken und Schlaflaboren. Viele sind niederlassen und führen eine Lungenarzt-Praxis oder arbeiten in Gemeinschaftspraxen. Weitere Tätigkeitsfelder sind die Forschung (z.B. an Universitäten oder Instituten), die Pharma-Industrie (bei Entwicklung von Medikamenten), und die Medizintechnik (Lungenfunktionsgeräte).

Gehalt und Bezahlung

Das Gehalt in der Pneumologie hängt von Ausbildungsstand und Land ab. Typische Richtwerte sind:

  • Deutschland: Als Assistenzarzt in der Facharztausbildung erhalten Pneumologen etwa 4.500–5.500 € brutto pro Monat. Nach abgeschlossener Facharztausbildung steigt das Gehalt in Klinik an, oft auf etwa 7.500–9.000 € monatlich. Eine eigene Praxis kann ein noch höheres Einkommen bringen.

  • Österreich: Das kollektivvertragliche Einstiegsgehalt für einen Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie liegt bei ca. 4.080–6.810 € brutto pro Monat. Mit Berufserfahrung und Spezialisierung kann man oberhalb dieses Bereichs verdienen.

  • Schweiz: Die Einkommen von Fachärzten sind deutlich höher. Ein Pneumologe verdient häufig zwischen ca. 160.000 CHF und 300.000 CHF pro Jahr. In Reha- oder Spezialkliniken liegen typische Gehälter bei etwa 160.000–180.000 CHF, Chefärzte erreichen oft 220.000–300.000 CHF oder mehr.

In allen Ländern werden Dienste wie Nacht- und Bereitschaftsdienste zusätzlich vergütet. Generell sind die Verdienstmöglichkeiten für Pneumologen gut, da die Fachrichtung sehr gefragt ist.

Karriereperspektiven und Work-Life-Balance

Die Pneumologie bietet langfristige Perspektiven. Aufgrund des demografischen Wandels und häufiger Atemwegserkrankungen werden Lungenfachärzte gesucht. Der Stellenmarkt ist daher dynamisch. Pneumologen können (je nach Lebensphase) zwischen Klinik, Praxis und Forschung wechseln und Fortbildungen besuchen.

Die Work-Life-Balance kann je nach Arbeitsort variieren: Klinikärzte haben Schicht- und Bereitschaftsdienste (teilweise auch Nachtdienst), während niedergelassene Lungenärzte meist planbarere Sprechzeiten haben. Generell ist der Beruf fordernd, aber sehr erfüllend. Teamarbeit und routinierte Abläufe erleichtern den Alltag.

Pneumologie Jobs

Auf unserem Stellenportal finden Sie aktuelle Stellenangebote Pneumologie in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Nachfrage nach Fachärzten für Lungenheilkunde ist derzeit hoch. Bewerber können im Bereich Pneumologie vielfältige Jobs finden – von Klinikpositionen über Facharztpraxen bis zu Forschungsstellen. Informieren Sie sich über passende Stellenangebote und Karrierechancen in der Lungenmedizin.

Hier ein kleiner Auszug aus unserem Stellenportal:

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